Was macht eine Unternehmensberaterin?
„Unternehmensberaterin“ – für viele klingt das nach Anzug, PowerPoint und hohen Rechnungen. Kein Wunder: Der Titel ist bei uns nicht geschützt, und die Bandbreite dessen, was sich dahinter verbirgt, ist riesig. Dabei geht es für Sie als Unternehmerin oder Unternehmer um eine ganz konkrete Frage: Was kann diese Person wirklich für meinen Betrieb leisten – und was nicht?
Genau das kläre ich in diesem Artikel. Von einer, die es weiß: Ich bin Patrizia Bohrer, Betriebswirtin und Unternehmensberaterin aus Meran, mit langjähriger Praxiserfahrung.
Der Titel ist frei – die Verantwortung nicht
Anders als bei Ärztinnen, Rechtsanwältinnen oder Steuerberaterinnen ist die Berufsbezeichnung „Unternehmensberaterin“ bei uns nicht gesetzlich geschützt. Jeder und jede kann sich so nennen. Orientierung bieten deshalb:
- Ausbildung
- Berufserfahrung
- Mitgliedschaft in anerkannten Berufsverbänden
- Nachweisbare Fortbildungen
- Transparente Darstellung der Qualifikation
Ich setze auf fundierte Ausbildung, Studium der Betriebswirtschaft aka BWL, langjährige Praxiserfahrung sowie zertifizierte Fortbildungen. Ich bin Mitglied bei APCO, dem italienischen Berufsverband der Managementberaterinnen und -berater (Associazione Professionale Italiana dei Consulenti di Management). Der Verband ist vom italienischen Wirtschaftsministerium anerkannt und setzt verbindliche Qualitäts- und Ethikstandards für die Berufsausübung.
Für Sie heißt das: Fragen Sie bei jedem Erstgespräch nach Qualifikationen und Berufserfahrung. Eine seriöse Beraterin legt das offen auf den Tisch.
Was Unternehmensberatung konkret bedeutet
Beratung setzt dort an, wo der Alltag eines Betriebs nicht weiterkommt. Typische Einsatzfelder:
– Strategie: Wohin soll sich der Betrieb entwickeln? Welches Geschäftsmodell trägt langfristig?
– Struktur und Prozesse: Wo geht Zeit und Geld verloren?
– Entscheidungen: Wie gehe ich Nachfolge, Investitionen oder Wachstum an?
– Finanzierung: Wie überzeuge ich die Bank mit einem tragfähigen Plan?
Der wesentliche Unterschied zu vielen anderen Dienstleisterinnen und Dienstleistern: Beratung setzt vor der Umsetzung an – bei der Frage „Was ist das Richtige?“ statt „Wie baue ich es?“.
Die Beraterin als Schnittstelle – ein Praxisbeispiel
Gerade bei größeren Projekten arbeiten mehrere Fachleute gleichzeitig an einem Vorhaben. Nehmen wir als Beispiel die Unternehmensübergabe – eines der komplexesten Projekte, die es gibt:
– Die Steuerberaterin berechnet die steuerlichen Folgen der Übergabe und optimiert den Zeitplan.
– Die Notarin beurkundet die Verträge.
– Die Rechtsanwältin prüft Gesellschafterverträge, Haftung und Arbeitnehmerrechte.
– Und die Unternehmensberaterin? Sie orchestriert das Ganze: Sie hält den Prozess am Laufen, koordiniert die Aufgaben, bereitet die Entscheidungsgrundlagen auf und achtet darauf, dass Betrieb und Familie während der Übergabe handlungsfähig bleiben.
Dasselbe gilt übrigens für Gründungsprojekte: Während die Steuerberaterin die Rechtsform mitdenkt und die Notarin die Gesellschaftsgründung beurkundet, entwickelt die Beraterin mit der Gründerin das Geschäftsmodell, den Finanzplan und die Umsetzungsroadmap.
Meine Rolle verstehe ich dabei ausdrücklich als Ergänzung, nicht als Ersatz für diese Professionen. Ich nehme meinem Steuerberater-Kollegen nichts weg – ich sorge dafür, dass alle Beteiligten zur richtigen Zeit die richtigen Unterlagen haben und die Chefin oder der Chef am Ende eine Entscheidung treffen kann, die alle Seiten mitträgt.
Transparenz schafft Vertrauen
Professionalität bedeutet auch, klare Grenzen zu ziehen. Ich biete weder Steuerberatung noch Rechtsberatung an. Wo solche Kompetenzen benötigt werden, arbeite ich eng mit spezialisierten Partnern und Partnerinnen zusammen – zum Vorteil meiner Kundschaft.
Fazit
Eine Unternehmensberaterin ist keine Alleskönnerin – sie ist eine spezialisierte Begleiterin für strategische Fragen und das Bindeglied zwischen den Professionen. Wenn Sie wissen möchten, ob eine Beratung für Ihren Betrieb sinnvoll ist: Vereinbaren Sie ein unverbindliches Erstgespräch. Gemeinsam schauen wir, wo Ihr Bedarf tatsächlich liegt – und wo andere besser aufgehoben sind.
Businessplan schreiben: Die 7 Fehler, die Banken sofort sehen – und wie Ihr Plan zum Werkzeug wird
Viele Gründerinnen und Gründer glauben, ein Businessplan sei reiner Papierkram für die Bank. In Wahrheit ist er das Fundament der Gründung – und zwar in erster Linie für Sie selbst. Doch der Reihe nach: Was passiert, wenn der Plan nicht überzeugt? Die Finanzierung scheitert, oft an vermeidbaren Fehlern. Diese sieben Punkte prüft jede Bank kritisch.
Die 7 häufigsten Planungsfehler
1. Unrealistische Umsatzzahlen
Zahlen aus dem Bauch statt aus dem Markt. Bankberaterinnen und -berater erkennen eine fehlende Herleitung sofort. Zeigen Sie, wie Sie auf Ihre Prognose gekommen sind – am besten mit drei Szenarien (pessimistisch, realistisch, optimistisch).
2. Fehlende Wettbewerbsanalyse
„Wir haben keine Konkurrenz“ ist ein klassisches Warnsignal. Besser: ehrlich zeigen, wer am Markt ist – und worin Ihr Unterschied besteht.
3. Unklare Finanzplanung
Vermischte Zeiträume, ignorierte Liquiditätsengpässe. Eine Bank braucht klare Monatszahlen für mindestens 24 Monate, bei Investitionsprojekten länger.
4. Fehlendes Gründerteam
Wer steckt dahinter? Qualifikation, relevante Erfahrung und klare Rollenverteilung müssen sichtbar werden – bei Solo-Gründerinnen ebenso wie bei Teams.
5. Vage Strategie
Kein klares Ziel, keine Meilensteine. Beschreiben Sie konkret, was Sie wann erreichen wollen – und woran Sie den Erfolg messen.
6. Unterschätzter Kapitalbedarf
Viele denken nur an die Startkosten. Geregelt werden muss auch, womit Sie in den ersten Monaten leben, bevor Erträge fließen.
7. Fehlendes Risikomanagement
Was passiert bei Rückschlägen? Ein Plan ohne Alternativen wirkt unvorbereitet – ein Plan mit durchdachten Szenarien dagegen professionell.
Der Businessplan ist Ihr Werkzeug – nicht nur das der Bank
Hier kommt der Punkt, den die meisten Planungen vergessen: Der Businessplan endet nicht mit der zugesagten Finanzierung.
Sobald der Kredit bewilligt ist, wandert der Plan bei vielen in die Schublade. Das ist die größte verpasste Chance der Gründung. Richtig eingesetzt ist er ein lebendes Steuerungsinstrument:
– Navigation: In turbulenten Monaten zeigt er Ihnen, wo Sie eigentlich hinwollen – und wie weit Sie gekommen sind.
– Frühwarnsystem: Vergleichen Sie Plan- und Ist-Zahlen regelmäßig (z. B. quartalsweise). Weichen sie ab, erkennen Sie Probleme, bevor sie gefährlich werden.
– Entscheidungsgrundlage: Neue Investition, zusätzliche Mitarbeiterin, Erweiterung des Angebots? Der Plan sagt Ihnen, ob Ihr Geschäftsmodell das hergibt.
– Kommunikationsmittel: Bank, Förderstelle, Kooperationspartnerin, künftige Gesellschafterin – alle arbeiten schneller und besser mit, wenn Sie Ihre Zahlen und Ihre Strategie transparent machen.
Mein Rat: Halten Sie den Plan aktuell. Eine gute Praxis ist ein kurzer „Planungs-Tag“ pro Quartal, an dem Sie Zahlen nachführen und die nächsten Meilensteine anpassen. Was sich bewährt hat, bleibt – was nicht funktioniert, wird korrigiert. Genau so entstehen tragfähige Unternehmen.
Wie ein starker Plan aufgebaut ist
– **Executive Summary** (eine Seite – wird zuletzt geschrieben, aber zuerst gelesen)
– **Geschäftsidee und Mehrwert** – klar formuliert, ohne Fachjargon
– **Markt und Wettbewerb** – ehrlich und konkret
– **Team** – wer macht was, mit welcher Qualifikation
– **Marketing und Vertrieb** – wie kommen Kundinnen und Kunden ins Haus
– **Finanzplanung** – mit Szenarien und Liquiditätsplan
– **Chancen und Risiken** – inklusive Gegenmaßnahmen
Der nächste Schritt
Ein Businessplan sollte kein Hindernis sein, sondern Ihr stärkstes Instrument – bei der Bank und darüber hinaus. Wenn Sie Unterstützung brauchen, vom ersten Entwurf bis zur kontinuierlichen Weiterentwicklung, dann vereinbaren Sie einen Termin für ein Erstgespräch. So starten Sie vorbereitet – und behalten die Kontrolle.
Unternehmensnachfolge – Nachfolge planen: Warum die meisten Unternehmerinnen und Unternehmer zu spät anfangen
Unternehmensnachfolge gehört zu den komplexesten Projekten, die eine Unternehmerin oder ein Unternehmer bewältigen kann. Und trotzdem schieben viele das Thema hinaus – oft jahrelang. Die Gründe sind selten sachlich, fast immer emotional. Und genau deshalb ist ein früher, strukturierter Start so wichtig: Wer erst unter Druck übergibt, verliert Spielraum – beim Preis, bei der Steuergestaltung und bei der Auswahl der Nachfolgerin oder des Nachfolgers.
Warum der Zeitpunkt entscheidend ist
Eine Übergabe dauert in der Regel mehrere Jahre – je nach Betriebsgröße und Regelungsbedarf. Wer zu spät startet, riskiert:
– dass sich der Betrieb in der Übergangsphase destabilisiert,
– dass der Unternehmenswert sinkt, weil keine geordnete Struktur vorhanden ist,
– dass steuerliche Gestaltungsspielräume verstreichen,
– dass gesundheitliche oder private Gründe plötzlich den Zeitplan diktieren.
Der ideale Zeitpunkt: solange der Betrieb stabil läuft und die Inhaberin oder der Inhaber noch volle Handlungsfähigkeit hat. Faustregel aus der Praxis: Wer an eine Übergabe in ein paar Jahren]denkt, sollte heute damit beginnen, die Weichen zu stellen.
Die drei Ebenen einer Nachfolge
1. Die betriebliche Ebene
Trägt der Betrieb auch ohne die Inhaberin? Geprüft werden müssen Prozesse, Dokumentation, Schlüsselpersonen, Kundenbeziehungen und Vertretungsregelungen. Ein Betriebsgebäude, das nur durch die Chefin funktioniert, ist schwer zu übergeben.
2. Die finanzielle Ebene
Wie wird der Wert des Betriebs ermittelt? Wie wird die Übergabe finanziert – aus dem Privatvermögen des Nachfolgers, über die Bank, über gestundete Kaufpreiszahlungen? Gibt es Förderungen für Übernehmerinnen und Übernehmer? Hier arbeitete ich eng mit [Steuerberatung, Bank] zusammen.
3. Die personelle Ebene
Wer übernimmt? Drei klassische Wege:
Familienmitglied – Stärken: Kontinuität, Vertrauen – Herausforderungen: Emotionen, Rollenkonflikte
Mitarbeiterin/Mitarbeiter (MBO) – Stärke: Betriebskenntnis vorhanden – Herausforderungen: Finanzierung, schrittweise Übergabe
Externe Käuferin/Externer Käufer – Stärken: frischer Wind, Marktpreis – Herausforderungen: Vertrauensaufbau, Kulturwandel
Der emotionale Faktor – oft das eigentliche Hindernis
In der Praxis scheitern Nachfolgen selten an Zahlen, sondern an unerledigten Gesprächen:
- Die Übergeberin oder der Übergeber hat Angst vor Kontrollverlust und Bedeutungslosigkeit.
- In der Familie wurde noch nie offen über die Zukunft gesprochen.
- Angst vor unbekannten Kosten
- Die oder der vorgesehene Nachfolgerin traut sich den Schritt nicht recht zu – oder heimlich schon, traut sich aber nicht, Wünsche zu äußern.
- Der Stolz auf das Lebenswerk macht objektive Entscheidungen schwer.
Diese Punkte sind normal. Sie sind aber auch der Grund, warum eine neutrale Begleitung so wertvoll ist: Als externe Beraterin moderiere ich die Gespräche, strukturiere den Prozess und halte alle Beteiligten bei der Sache – ohne Partei zu ergreifen.
Der Nachfolgeprozess in fünf Schritten
1. Bestandsaufnahme: Betrieb, Strukturen, Wirtschaftlichkeit, persönliche Ziele
2. Varianten prüfen: intern, extern, Verkauf, Stufenmodell
3. Bewertung und Finanzierung: betrieblicher Wert, steuerliche und bankseitige Klärung
4. Übergabevereinbarung: mit Notarin bzw. Notar, Steuerberatung und ggf. Rechtsanwältin
5. Einarbeitung und Übergang: begleitete Phase von [z. B. 12–36 Monaten]
Fazit
Eine Unternehmensnachfolge ist kein einzelnes Ereignis, sondern ein Weg mit Etappen. Beginnen Sie, solange Sie Zeit haben – für Gespräche, Tests und Korrekturen. Wenn Sie wissen möchten, wo Ihr Betrieb in diesem Prozess steht, vereinbaren Sie ein unverbindliches Erstgespräch. Wir schauen gemeinsam, welcher Weg zu Ihrer Situation passt.
Frühbucher statt Lastminute und Dumpingpreise
Ein gefährlicher Trend, der den Tourismus und Existenzen bedroht, wird in Südtirol beobachtet: Tiefstpreise. Es gibt nicht nur den Qualitätstourismus mit dem entsprechenden Preis-Leistungs-Verhältnis sondern auch Billigtourismus, Touristen, die auf Schnäppchenjagd gehen. Es gibt aber Alternativen – z.B. Frühbucher anzusprechen. Erfahren Sie auf den folgenden Zeilen mehr dazu!
Der Preiskampf mit verschiedenen Ursachen ist der Beginn einer Abwärtsspirale. Ein Blick in andere Regionen zeigt, wie der Markt sich dann weiterentwickelt, ein Horrorszenario. Daher gilt es, so gut wie möglich dagegenzusteuern. Denn die Leistung ist in den Südtiroler Beherbergungsbetrieben meistens tip top und ist auch für einen gesunden Tourismus konzipiert und strukturiert. Die Auslastung ist in Südtirol relativ gut und die Saisonzeiten relativ lang, denken Sie beispielsweise an viele Konkurrenten am Meer!
Wenn Hotels die Preise senken, dann geht die Rechnung bei entsprechenden Kosten, Steuern und Abgaben nicht auf. Im Gegenteil, die Auslastung müsste überproportional steigen, um das gleiche Ergebnis zu erreichen. Es braucht einen angemessenen Preis für Marge, Unternehmerlohn, Rücklagen für Investitionen, etc.
Wie viel kostet eine Stunde beim Friseur oder vom KFZ-Mechaniker? Also verschenken Sie Ihre Zimmer nicht und suchen Sie nach anderen Lösungsmöglichkeiten. Als Hotelier/in oder Unternehmer/in können Sie andere Strategien und Werkzeuge nutzen, um Ihren Betrieb in eine andere Richtung zu lenken. Arbeiten Sie an der Strategie und der Preisgestaltung, entwickeln Sie Ideen für die Nebensaison und versuchen Sie, lieber Frühbucher als Lastminutejäger zu inspirieren.
Fangen Sie noch heute damit an, an der Strategie und den Preisen für 2020 zu arbeiten!
Strategie für höhere Hotelauslastung
Haben Sie noch Luft nach oben bei Ihrer Auslastung oder brauchen Sie eine Strategie für höhere Hotelauslastung?
Mit diesen Schritten könnten Sie sich verbessern:
- Senken Sie keinesfalls die Preise, um mehr Auslastung zu erreichen, denn Preissenkungen schaffen keine Nachfrage
- Erfassen Sie die Daten z.B. mit der Hotelsoftware, wann Ihr Betrieb nicht so gut ausgebucht ist und notieren Sie mögliche Ursachen. Analysieren Sie auch, wann die Nachfrage nach Zimmern ihr Angebot übersteigt und wie hoch diese ist.
- Schaffen Sie Wert für die Kunden, indem Sie z.B. interessante Angebote zusammenstellen, auch Packages für die Nebensaisonen und die weniger gebuchten Wochentage beispielsweise von Sonntag bis Donnerstag in der Ferienhotellerie
- Haben Sie eine klare strategische Positionierung? Was lieben die Gäste an Ihrem Urlaub bei Ihnen und wie kommunizieren Sie das und wo, um Nachfrage zu schaffen?
- Kommunizieren Sie Ihr Angebot auf der Webseite und ermöglichen Sie Buchbarkeit (Halten Sie die Technik up to date)
- Webseiten – Traffic generieren
- Anfragen generieren
- In Buchungen konvertieren
- Konzentrieren Sie sich auf die Qualität (insbesondere die Soft facts wie Freundlichkeit etc.) Ihres Angebots und bleiben Sie authentisch
- Stellen Sie Kunden zufrieden und übertreffen Sie die Erwartungen
- Überlegen Sie sich, wie sie den Nachfrageüberhang nutzen können: Gibt es zusätzliche Kapazitäten? Haben Sie Kooperationspartner in der Nähe? Sind einzelne Gäste, meist ohne schulpflichtige Kinder, flexibel?
- Haben Sie schon über einen Frühbucherbonus für die schwächeren Zeiten nachgedacht?
- Betreuen Sie Ihre Gäste auch nach der Abreise
- Lassen Sie sich Weiterempfehlungen schenken
- Informieren Sie sich laufend über die Marktsituation und leben Sie als Unternehmer/in mit der Veränderung
- Erarbeiten Sie sich eine langfristige Strategie und denken Sie nicht nur an morgen, sondern auch an übermorgen
Revenue Management in der Hotellerie
Revenue Management ist ein Instrument zur dynamischen Preis- und Kapazitätssteuerung. Es geht darum die Nachfrage durch attraktive Preisgestaltung auf freie Kapazitäten zu lenken, um das Gesamtergebnis zu steigern. In der Hotellerie versucht man, mehr Nächtigungen in den Nebensaisonen zu erzielen, wenn diese nicht ausgelastet sind, und analysiert, welche Kundensegmente mehr Umsatz bringen. Mit einer ausgeklügelten Preisstrategie können Sie den Umsatz im Hotel erhöhen, insbesondere wenn die Kunden nachhaltig zufrieden sind. Daher ist es wichtig, die Preise rechtzeitig in ihr System einzupflegen. Über einen Channel Manager können Sie zudem in der Distributionspolitik die Komplexität der verschiedenen Buchungskanäle leichter steuern. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass sich die Nachfrage und das Kaufverhalten der Gäste verändert haben. Für die Kaufentscheidung der neuen Kunden ist der Preis alleine nicht entscheidend. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Kundenzufriedenheit, welche über Bewertungen in Bewertungsportalen kommuniziert wird. Auch diese sollten Sie regelmäßig beobachten und gegebenenfalls kommentieren.
„Verkaufe das richtige Zimmer an den richtigen Kunden zur richtigen Zeit zum richtigen Preis über den richtigen Verkaufskanal mit der bestmöglichen Provision“ (Landmann, CEO bei Xotels, 2011)
Für eine fundierte individuelle Hotelberatung zu diesem Thema werden Daten benötigt wie beispielsweise die vergangene Auslastung und die Prognosen, die Verkaufszahlen über die verschiedenen Kanäle, die Gewinnschwelle (Break-even-Point), die Preisstruktur sowie besondere Angebote des Unternehmens, die Ferienkalender der Zielmärkte, und idealerweise Preise und Angebote der Konkurrenten. Diese neue Herausforderung ist kann eine echte Chance für Ihr Unternehmen sein. Was planen Sie für 2020?




